Museum
Bildungseinrichtung
Zisterzienserstift Stams
In Imst, Tirol, Österreich, liegt das Zisterzienserstift Stams, ein Kloster, das als Grablege der Tiroler Landesfürsten diente. Es liegt auf einer Höhe von etwa 668 Metern über dem Meeresspiegel.
Geschichte+
Das Kloster wurde 1273 als Familienstiftung der Grafen von Görz-Tirol durch Meinhard II. und seine Gemahlin Elisabeth von Bayern gegründet. Es diente ursprünglich als Grablege für die Tiroler Landesfürsten. Die ersten Mönche kamen aus dem Mutterkloster Kaisheim. Im 16. Jahrhundert erlebte das Kloster einen Niedergang, geprägt durch die Reformation, Schäden aus den Bauernkriegen und einen Brand im Jahr 1593. Nach einer Plünderung im Jahr 1552 schrumpfte der Konvent stark. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Konventsgebäude neu errichtet und unter Abt Edmund Zoz entstanden die Zwiebeltürme. Baumeister Georg Anton Gumpp barockisierte die Zisterze zu Beginn des 18. Jahrhunderts. 1807 wurde das Kloster von der bayerischen Regierung aufgehoben, jedoch 1816 nach der Rückgabe Tirols an Österreich wiedererrichtet. Eine erneute Auflösung erfolgte 1938/39 durch die Nationalsozialisten, bevor es 1945 von Zisterziensermönchen wiederbelebt wurde. Eine Generalsanierung wurde 2016 abgeschlossen.
Vor Ort+
Heute beherbergt das Stift ein Museum, einen Klosterladen, eine Schnapsbrennerei und eine Alm. Es ist Träger des Gymnasiums und Aufbaurealgymnasiums Meinhardinum Stams sowie der Internatsschule für Schisportler Stams. Zudem ist es Sitz des Instituts für Sozialpädagogik der Diözese Innsbruck und ein Standort der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein. Die Stiftskirche, ursprünglich eine romanische Basilika, wurde zwischen 1729 und 1733 im Stil des Hochbarock umgebaut und 1984 zur Basilica minor erhoben. Sie beherbergt einen frühbarocken Hochaltar, eine Kanzel von Andreas Kölle und eine barocke Chororgel.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stift_Stams_3.JPG?uselang=de
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.2777, 10.9845