Museum
Willibaldsburg
Die Willibaldsburg, eine Spornburg aus dem Jahr 1353, steht über Eichstätt in Oberbayern. Sie diente den Eichstätter Fürstbischöfen lange Zeit als Residenz und ist heute ein Museum.
Geschichte+
Die Ursprünge der Willibaldsburg reichen bis ins Jahr 1070 zurück, als auf dem Willibaldsberg eine erste Befestigungsanlage erwähnt wurde. Um 1355 begann unter Bischof Berthold von Zollern der Ausbau zu einer wehrhaften Residenz, da die Bischöfe nach dem Aussterben der Schutzgrafen von Hirschberg im Jahr 1305 die militärische Sicherung des Bistums selbst übernehmen mussten. Trotz anfänglicher Widerstände des Domkapitels wegen der hohen Kosten setzte sich der Bischof durch. Die Burg wurde unter verschiedenen Bischöfen erweitert und verstärkt, darunter Friedrich IV. von Oettingen, Albrecht II. von Hohenrechberg und Martin von Schaumberg, dessen „Schaumbergbau“ die Burgansicht bis ins 19. Jahrhundert prägte. Unter Bischof Johann Konrad von Gemmingen entstand ab 1609 ein Renaissanceschloss nach italienischem Vorbild, entworfen vom Augsburger Stadtbaumeister Elias Holl. Obwohl die Schweden die Festung 1633 im Dreißigjährigen Krieg einnehmen konnten, gelang den katholischen Truppen die Rückeroberung.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 48.8946, 11.1688