Museum
Weimarer Stadtschloss

Das Weimarer Stadtschloss, auch als Residenzschloss bekannt, ist ein historisches Bauwerk. Es liegt am nördlichen Rand des Ilmparks und ist ein zentraler Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes „Klassisches Weimar“. Heute dient es als Museum.
Geschichte+
Schon im 6. Jahrhundert könnte an dieser leicht erhöhten Stelle am Ilmufer ein Hof der Thüringer Könige bestanden haben. Urkundlich belegt ist jedoch erst ein Conventus magnus unter Kaiser Otto II. im „Hus tu Wymar“, dessen Gastgeber Graf Wilhelm von Weimar war. Ab dem 10. Jahrhundert befand sich hier eine Wasserburg, die als Sitz der Grafen von Orlamünde diente. Nach einem Brand im Jahr 1299, der die vermutlich hölzerne Burg zerstörte, ging der Besitz an die Wettiner über, die eine neue Anlage errichteten. Ein weiterer Brand im Jahr 1424 zerstörte große Teile Weimars und auch die Burg. Unter Wilhelm dem Tapferen wurde die Burg als steinerne Anlage wieder aufgebaut und 1439 bezogen. Aus dieser Zeit stammen der Hausmannsturm und der Torbau, später als „Bastille“ bekannt. Mit der Teilung Sachsens 1485 fiel Weimar an die Ernestiner, und das Schloss, nun Hornstein genannt, wurde ab 1513 zur Nebenresidenz. Ab 1535 erfolgte unter Johann Friedrich I. der Umbau zur Renaissance-Schlossanlage, die 1604 mit dem Grünen Haus vollendet war. Ein Brand im Jahr 1618 zerstörte die Hälfte des Schlosses. Der Wiederaufbau unter Giovanni Bonalino begann 1619, doch der Dreißigjährige Krieg unterbrach die Arbeiten, sodass nur die Schlosskapelle, die „Himmelsburg“, fertiggestellt wurde, in der Johann Sebastian Bach später als Organist wirkte. Ab 1651 nahm Herzog Wilhelm IV.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/thueringen/schloesser/weimar009.html
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Lage: 50.9806, 11.3322