Amtssitz des Staatsministeriums Baden-Württemberg und des amtierenden Ministerpräsidenten
Villa Reitzenstein

Die Villa Reitzenstein in Stuttgart dient heute als Amtssitz des baden-württembergischen Staatsministeriums und des amtierenden Ministerpräsidenten. Sie liegt auf halber Höhe eines Hügels im Stadtbezirk Stuttgart-Ost.
Geschichte+
Erbaut wurde die Villa Reitzenstein zwischen 1910 und 1913 für Baronin Helene von Reitzenstein, die Tochter des Stuttgarter Verlegers Eduard Hallberger. Die Architekten Hugo Schlösser und Johann Weirether ließen sich für den Bau, der im französischen Barockstil als zweigeschossige Dreiflügelanlage aus Maulbronner Sandstein entstand, von Reisen nach Frankreich und Italien inspirieren. Schon damals verfügte die Villa über eine Warmwasser-Zentralheizung. Nach nur neun Jahren verließ Helene von Reitzenstein Stuttgart, und die Villa wurde im Ersten Weltkrieg zeitweise als Lazarett genutzt. 1922 erwarb das Land Württemberg die Villa, um dort ursprünglich das Reichsverwaltungsgericht unterzubringen, was jedoch nicht umgesetzt wurde. Ab 1925 diente sie als Sitz des württembergischen Staatspräsidenten, beginnend mit Wilhelm Bazille.
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Lage: 48.7714, 9.1928