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Veste Wachsenburg

Die Veste Wachsenburg, eine mittelalterliche Gipfelburg, ist Teil der „Drei Gleichen“ im Ilm-Kreis in Thüringen, Deutschland.
Geschichte+
Vermutlich um 930 entstanden erste Bauten auf dem Wassenberg, initiiert von der Reichsabtei Hersfeld zur Sicherung ihrer Besitzungen. Abt Friedrich von Hersfeld bewohnte die Burg von 1090 bis 1098 und ließ sie nach Fehden wiederherstellen. Um 1100 ging die Veste an die Landgrafen von Thüringen über. Chronist Ekkehard von Aura berichtete 1120 von einer Belagerung kaiserlicher Ritter durch die Sachsen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1140 mit Ritter Adelher von Wassenburg. Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Burg in die Staufer-Welfen-Konflikte hineingezogen und 1204 von Philipp von Schwaben eingenommen. Danach wechselten die Besitzer häufig, darunter die Grafen von Käfernburg und Orlamünde. Unter Graf Günther XII. von Schwarzburg-Blankenburg erlebte sie ab 1306 ihre Blütezeit. 1366 musste Johann II. von Schwarzburg die Burg verkaufen; 1369 gelangte sie an die Thüringer Landgrafen. 1441 kam sie in den Besitz des Raubritters Apel Vitzthum des Älteren, der 1451 nach vierwöchiger Belagerung durch Erfurt und andere Reichsstädte zur Aufgabe gezwungen wurde, wobei die Schildmauer einstürzte. Die beschädigte Anlage verfiel. Herzog Ernst der Fromme erwarb die Wachsenburg 1640 und ließ 1651 einen tiefen Brunnen bohren. Pläne für ein Zucht- und Waisenhaus wurden nicht umgesetzt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wachsenburg-2010.JPG
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Lage: 50.8583, 10.8764