Privatbesitz
Veste Niederhaus

In Passau steht die Veste Niederhaus auf einer felsigen Landzunge am Zusammenfluss von Ilz und Donau. Unterhalb der Veste Oberhaus gelegen, prägt sie seit Jahrhunderten das Stadtbild.
Geschichte+
Die Besiedlung der Landzunge reicht bis ins Jahr 737 zurück, als Herzog Odilo von Bayern dort eine Unterkunft für Bischof Vivilo und geflüchtete Klosterfrauen einrichtete. Die Höhenburg existierte bereits um 1250, da in Baurechnungen zwischen einem „alten“ und „neuen“ Burgteil unterschieden wurde. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts etablierten sich die Bezeichnungen „Oberhaus“ und „Niederhaus“. Im Jahr 1358 wurde im großen Kellergewölbe, dem heutigen Pilgrimskeller, ein Raum für 13 Pilger geschaffen. Nach der Einnahme des Niederhauses durch Passauer Bürger im Kampf gegen den Bischof wurde 1367 ein doppelter Wehrgang zur Veste Oberhaus errichtet. Eine Pulverexplosion zerstörte die Burg 1435, doch unter Fürstbischof Leonhard von Laiming erfolgte der Wiederaufbau, der spätestens 1444 abgeschlossen war. Zu dieser Zeit diente das Niederhaus mit Sälen, einem Rittersaal und zwei Burgkapellen als Nebenresidenz der Bischöfe. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg zu einem Gefängnis für Geistliche umfunktioniert und 1762 unter Fürstbischof Joseph von Thun zu einem Arbeits- und Zuchthaus.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 48.5756, 13.4744