Museum
Tucherschloss
Das Tucherschloss in Nürnberg ist ein Stadtschloss der Patrizierfamilie Tucher. Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut und dient heute als Museum.
Geschichte+
Die Errichtung des Tucherschlosses erfolgte zwischen 1533 und 1544 unter Lorenz (II.) Tucher. Der Entwurf wird Paulus Beheim zugeschrieben, der sich dabei an französischen Renaissanceschlössern orientierte. Das Bauwerk, ein dreigeschossiger Sandsteinquaderbau, präsentierte sich zur Gasse hin mit einer geschlossenen Front. Ein kleines Sandsteinchörlein mit einem Relief des Sündenfalls schmückte das erste Geschoss. Der Hofeingang war durch zwei Bögen mit einer toskanischen Säule gekennzeichnet, während das Erdgeschoss eine Halle mit einem spätgotischen Netzrippengewölbe aufwies. Im Jahr 1945 erlitt die Anlage im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden. Lediglich die westliche Hoffassade bis zum zweiten Obergeschoss, Teile des Treppenturms, die Straßenfassade mit dem Chörlein und die Erdgeschossgewölbe blieben weitgehend erhalten. Die Nebengebäude wurden fast vollständig zerstört. Zwischen 1967 und 1969 erfolgte der Wiederaufbau, wobei die Nebengebäude in leicht veränderter Form neu errichtet wurden. Im Garten wurde der Hirsvogelsaal, ebenfalls im Krieg zerstört, bis zum Jahr 2000 wiederaufgebaut. Seine Innenausstattung, gestaltet von Peter Flötner, zeigte italienische Renaissanceelemente, und ein großes Deckengemälde von Georg Pencz, einem Dürer-Schüler, zierte den Saal.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/bayern/schloesser01/nuernberg08.html
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Lage: 49.4575, 11.0842