Das Schloss kann besichtigt werden
Topplerschlösschen

Das Topplerschlösschen ist ein kleiner spätmittelalterlicher Wohnturm im Taubertal bei Rothenburg ob der Tauber.
Geschichte+
Das Topplerschlösschen wurde vom Rothenburger Bürgermeister Heinrich Toppler im Jahr 1388 im Bautyp eines sogenannten Weiherhauses, einer Sonderform des Festen Hauses, als Sommerhaus errichtet. Heinrich Toppler war der bedeutendste Bürgermeister der freien Reichsstadt Rothenburg. Von 1373 bis 1407 hatte er dieses Amt mit Unterbrechungen inne. 1388 wurde er zu einem der vier Hauptleute des Schwäbischen Städtebundes gewählt. 1408 wurde er nach einer Intrige als angeblicher Hochverräter verhaftet und starb im Rathausverlies unter bis heute nicht eindeutig geklärten Umständen. Eigentlich in der Stadt Rothenburg wohnend, hatte Toppler den Bauplatz für einen Landsitz von der Stadt erworben und zwischen 1388 und 1390 das kleine Wasserschlösschen darauf errichtet. Es diente nicht nur zu seinen Repräsentationszwecken, sondern laut dem Kaufvertrag für das Grundstück auch dem Schutz der Mühlen im Tal der Tauber. Nach seiner Ächtung fiel es an die Stadt Rothenburg. In der Folge gehörte es verschiedenen Rothenburger Familien, seit 1861 ist es im Besitz der Familie Boas, die es bis in die 1960er Jahre als Ferienhaus vermietete.
Beschreibung+
Den Unterbau des Schlösschens bildet ein turmartiger, zweigeschossiger Bruchsteinsockel von 5,4 m Durchmesser.
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Lage: 49.3765, 10.1686