Die Stadtbefestigung kann besichtigt werden
Stralsunder Stadtbefestigungen
Die Hansestadt Stralsund schützte sich seit dem 13. Jahrhundert mit einem System aus Mauern, Toren und weiteren Wehranlagen. Diese Verteidigungsanlagen sind heute ein Teil des UNESCO-Welterbes „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“.
Geschichte+
Die Ursprünge der Stralsunder Stadtbefestigung reichen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Nach einem Überfall Lübecks auf die 1234 gegründete Stadt begann der Ausbau der anfänglichen Erdwälle und Palisaden zu einer Steinmauer. Diese 3100 Meter lange Mauer, die die gesamte Stadt umgab, wurde bis 1320 fertiggestellt und im 13. Jahrhundert mit Türmen und Wehrgängen ergänzt. Als Stralsund 1648 schwedisch wurde, verstärkte man die Anlagen weiter, da die Stadt als wichtiger Brückenkopf in Schwedisch-Pommern galt. Bis zur Besetzung durch napoleonische Truppen im Jahr 1808 wurden die Befestigungen gepflegt und ausgebaut. Die Franzosen ließen die Stadtmauern schleifen, Major Ferdinand von Schill ließ sie während seines Handstreichs kurzzeitig wiederherstellen.
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Lage: 54.3158, 13.0872