Klosterbetrieb
Stift Lilienfeld
Eine Zisterzienserabtei in Lilienfeld, Niederösterreich, ist das Stift Lilienfeld. Es gilt als die größte erhaltene zisterziensische Klosteranlage in Mitteleuropa und ist ein spirituelles und kulturelles Zentrum der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Stiftes Lilienfeld erfolgte im Jahr 1206 durch Herzog Leopold VI. von Österreich und der Steiermark als Tochterkloster von Stift Heiligenkreuz. Herzog Leopold VI. wählte das Kloster auch als seine letzte Ruhestätte und wurde hier nach seinem Tod im Jahr 1230 beigesetzt, zeitgleich mit der Weihe der Klosterkirche. Auch Königin Margarete von Babenberg fand hier im 13. Jahrhundert ihre letzte Ruhe. Im 14. Jahrhundert erlangte das Skriptorium des Stiftes unter Abt Ulrich von Lilienfeld und dem Mönch Christanus Bekanntheit. Nach einer Phase geistlicher Herausforderungen im 16. Jahrhundert entwickelte sich das Stift im 17. Jahrhundert zu einem Zentrum der Gegenreformation. Frühbarocke Erweiterungen prägten diese Zeit. Während der Türkenbelagerung Wiens im Jahr 1683 leistete das Stift erfolgreichen Widerstand. Im 18. Jahrhundert folgten barocke Umgestaltungen des Kirchturms, der Bibliothek und der Kirchenausstattung. Nach einer kurzzeitigen Aufhebung durch Kaiser Joseph II. im Jahr 1789 wurde das Stift auf Bitten der Bevölkerung von Kaiser Leopold II. wiederhergestellt. Ein Großbrand im Jahr 1810 zerstörte weite Teile der Anlage, die in den Folgejahren unter Abt Johann Ladislaus Pyrker wiederaufgebaut wurden.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Lilienfeld_Stiftskomplex.JPG
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Lage: 48.0127, 15.5985