Die Kirche kann besichtigt werden
Stift Gandersheim

Das Stift Gandersheim, ein ehemaliges Frauenkloster, prägt bis heute das Stadtbild von Bad Gandersheim in Niedersachsen. Ursprünglich als fürstliches Familienstift gegründet, entwickelte es sich zu einer Reichsabtei und beherbergte über Jahrhunderte unverheiratete Töchter hochadliger Familien.
Geschichte+
Die Gründung des Stifts Gandersheim erfolgte im Jahr 852 durch Herzog Liudolf von Sachsen, den Stammvater der Liudolfinger. Er erhielt für dieses Vorhaben die päpstliche Zustimmung und Reliquien von Papst Sergius II. Zunächst wurde der Konvent im Kloster Brunshausen untergebracht, bevor 856 der Bau der Stiftskirche in Gandersheim begann. Die Weihe der Kirche erfolgte 881. Bereits 877 wurde das Stift unter königlichen Schutz gestellt und erlangte 919 die Reichsunmittelbarkeit, was eine enge Bindung an das Reich und häufige Besuche von Königen zur Folge hatte. Bis zur Gründung des Stifts Quedlinburg war Gandersheim das wichtigste ottonische Familienstift und diente als Grablege. Um 973 lebte hier Hrotsvit von Gandersheim, die als erste deutsche Dichterin bekannt ist. Im 11. und 12. Jahrhundert kam es zum „Großen Gandersheimer Streit“ um die kirchliche Zuständigkeit, der erst 1206 durch Papst Innozenz III.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rainer Gindele
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Lage: 51.8704, 10.0261