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Stadtschloss Eisenach

Das Stadtschloss Eisenach, ein bedeutendes Bauwerk am Marktplatz der thüringischen Stadt Eisenach, diente einst als Residenz der Herzöge von Sachsen-Eisenach und später der Großherzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach. Heute beherbergt es Teile der Stadtverwaltung und das Thüringer Museum.
Geschichte+
Die Entstehung des heutigen Stadtschlosses ist eng mit einer Begebenheit verbunden. Nach dem Tod des letzten Eisenacher Herzogs Wilhelm Heinrich wurde dessen Witwe Anna Sophie Charlotte des Landes verwiesen. Sie ließ daraufhin das von ihr bewohnte Residenzschloss bis auf das Nötigste leeren. Herzog Ernst August soll über diese Demütigung so erzürnt gewesen sein, dass er den sofortigen Abriss des alten Schlosses anordnete, welcher 1742 erfolgte. Im selben Jahr erging der Befehl zum Neubau an gleicher Stelle. Die Planungen gestalteten sich komplex, da ein Areal mit sechs Bürgerhäusern als Bauplatz diente und die vorhandene Bausubstanz sowie die Vorgabe, günstige Materialien zu verwenden, die Architekten um Gottfried Heinrich Krohne stark einschränkten. So entstand zunächst ein Südflügel mit kleineren Räumen. Um den fürstlichen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde 1743 ein Nordflügel für Festräume geplant und ein westlicher Verbindungsbau für den Marstall in Auftrag gegeben. Der ursprünglich als Marstall konzipierte Ostflügel wurde später als Wirtschaftstrakt genutzt und 1933 abgerissen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.9750, 10.3200