Der Sakralbau kann besichtigt werden
Schönbornkapelle

Die sogenannte Schönbornkapelle am nördlichen Querhaus des Würzburger Doms wurde ab 1721 im Wesentlichen von Balthasar Neumann im Auftrag von Johann Philipp Franz von Schönborn bis 1724 (Rohbau) und von 1731 bis 1736 von Friedrich Carl von Schönborn als Grablege für die Familie Schönborn errichtet.
Die aus einem runden Zentralbau (Rotunde) mit zwei Annexen bestehende Schönbornkapelle ist an das nördliche Querhaus des romanischen Kiliansdoms angebaut, wo sie eine ältere Kapelle ersetzte. Auftraggeber war Johann Philipp Franz von Schönborn, Maximilian von Welsch fertigte Pläne an. Ab 1721 wurde mit dem Bau begonnen, 1723 wurden die Pläne von Balthasar Neumann überarbeitet und 1724 der Rohbau fertiggestellt. An den Modifikationen war fraglich auch Johann Lukas von Hildebrandt beteiligt. Die Weihe erfolgte 1736. Die Schönbornkapelle gilt als eine der schönsten barocken Raumschöpfungen in Deutschland. Die Ausstattung erfolgte von 1733 bis 1738 durch Hofkünstler. Antonio Giuseppe Bossi fertigte 1734 die Marmor-Stuckaturen. Von ihm stammt auch eine bedeutende, die sogenannten Hausmadonnen Würzburgs inspirierende Stuckstatue der Immaculata vom bischöflichen Privataltar auf der Empore über dem Hauptaltar. Die Fresken schuf (zum Teil mit Johann Thalhofer und Anton Joseph Högler) der Hofmaler Johann Rudolf Byss. Nach Entwürfen von Johann Wolfgang van der Auwera wurden in Massa-Carrara sechs weiße Marmorstatuen für die Seitenaltäre und den Hauptaltar geschaffen.
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Lage: 49.7937, 9.9326