Die Reste des Schlosses, welches nach 1945 sinn- und grundlos zerstört wurde, können besichtigt werden.
Schlossruine Herbsleben
Die Schlossruine Herbsleben, eine einstige Wasserburg, ist heute ein Mahnmal gegen die Zerstörung historischer Bausubstanz. Sie liegt in Herbsleben im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen und offenbart nach umfangreichen Ausgrabungen Einblicke in ihre Vergangenheit.
Geschichte+
Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als um 1230 eine Niederungsburg errichtet wurde. Zwischen 1332 und 1340 fand die Burg Herpfersleuben erstmals urkundliche Erwähnung und diente zwischen 1394 und 1424 wiederholt als Aufenthaltsort der wettinischen Herzöge. Ab 1485 gehörte sie den Albertinern. Eine Umgestaltung erfolgte von 1555 bis 1557 unter Baumeister Nikolaus Gromann, der die romanischen Mauern mit einem Erdwall und Graben verstärkte. Kurz vor 1600 kamen weitere Gewölbe hinzu. Ein Brand im Dreißigjährigen Krieg 1627 beschädigte Teile des Schlosses, die anschließend wiederaufgebaut und mit einem Arkadengang im ovalen Schlosshof versehen wurden. Nach Besitzern, darunter die Familien von Carlowitz und von Forstern, sowie verschiedene Adelsgeschlechter, wurde das Schloss 1907 von Oskar Becker erworben und beherbergte eine Gaststätte, Konditorei und ein Heimatmuseum. Die Kernburg wurde 1958 in der DDR-Zeit abgerissen, was die heutige Ruine zur Folge hatte.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.1205, 10.8414