Museum
Schlossruine Dölitz
Das erhaltene Torhaus der Schlossruine Dölitz in Leipzig, einem heutigen Stadtteil von Leipzig, spiegelt den Übergang von der Spätrenaissance zum Frühbarock in Sachsen architektonisch wider und spielte eine Rolle während der Völkerschlacht bei Leipzig.
Geschichte+
Das Rittergut Dölitz gelangte 1636 in den Besitz der Leipziger Kaufmannsfamilie von Winckler, als Georg Winckler es erwarb, erneuerte und umbaute. Er wurde 1650 in den Adelsstand erhoben. Das heute noch stehende Torhaus wurde zwischen 1670 und 1672 unter Andreas von Winckler, Georgs Sohn, errichtet. Ursprünglich war das Schloss eine dreigeschossige Vierflügelanlage mit Innenhof und einem Dachreiter. Während der Völkerschlacht 1813 war das Torhaus umkämpft; österreichische Truppen scheiterten mehrfach daran, die von den Franzosen verteidigte Anlage zu stürmen. Im Jahr 1929 erwarb die Stadt Leipzig das Rittergut. Schäden durch einen Luftangriff im Zweiten Weltkrieg führten 1944 zur Sprengung und zum Abriss des Hauptgebäudes 1947.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
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Lage: 51.2875, 12.3878