Museum
Schlossruine Dannenberg

Der Waldemarturm in Niedersachsen ist heute der bekannteste Teil der Schlossruine Dannenberg. Ursprünglich eine mittelalterliche Burg, entwickelte sie sich zu einem Residenzschloss.
Geschichte+
Eine slawische Ringwallanlage wird als Vorläufer vermutet. Die erste Burganlage auf einer Sandinsel in einer Jeetzel-Flussschleife wurde von Volrad I. von Dannenberg im Auftrag Herzog Heinrichs des Löwen errichtet und 1153 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1200 entstand unter Graf Heinrich I. der Bergfried, der heute als Waldemarturm bekannt ist. Dieser Turm diente zwischen 1223 und 1224 als Gefängnis für den dänischen König Waldemar II. und seinen Sohn. Die Grafenlinie von Dannenberg endete 1303, als Graf Nikolaus seine Rechte an Otto den Strengen von Braunschweig-Lüneburg abtrat. Im Lüneburger Erbfolgekrieg (1370–1389) wurde die Burg 1375 von Ritter Silvert von Saldern verteidigt und 1377 nach einer Belagerung übergeben. Nach dem Krieg verblieb sie im Besitz der Welfen. Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg ließ ab 1569 an der Stelle der mittelalterlichen Burg ein Residenzschloss errichten, das von seinen Söhnen Julius Ernst und August weiter ausgebaut wurde.
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Lage: 53.0994, 11.0979