Museum
Schlossrest Diepholz
Die an der Wende vom 10. zum 11. Jahrhundert errichtete Wasserburg Diepholz hat im Laufe ihrer jahrhundertelangen Geschichte manchen Umbau erfahren. Eine baugeschichtliche Entwicklung – vor allem in den ersten Jahrhunderten – ist nicht verfügbar, weil es darüber an Quellen mangelt. Es dürfte kaum ein Zweifel darüber bestehen, dass das Wasserschloss im quadratischen Grundriss mit vier Gebäudeflügeln erbaut worden ist.
Der monumentale 16,50 m hohe aus Granitquadern erbaute runde Sockel des Turmes geht in seinem Fundament auf die Bauzeit im 10./11. Jahrhundert (980 – 1030) zurück. Er hat einen Durchmesser von 11,60 m und unten eine Mauerdicke von 3,50 m, die sich nach oben verringert. Auf dem starken Sockel erhebt sich über einem Gurtgesimse ein zwölfseitiges Backsteingeschoss mit überdachtem Rand. Dies trägt einen ebenso gestalteten, aber eingezogenen Fachwerkaufsatz, der gekrönt wird von einer ausgeschweiften zwölfeckigen schiefergedeckten Haube mit zierlichen Erkern und einer Wetterfahne. Das Schloss ist im Laufe der Jahrhunderte mehrmals baulich verändert worden.
Um 1550 ließ es der Edelherr Rudolf (gestorben 1560) völlig umbauen, bevor er mit seiner Gemahlin, der Gräfin Margarete von Hoya (gestorben 1596), einzog. Ein über der Nordtür des Schlosses eingefügter Steinfries stammt aus jener Zeit; er zeigt die Wappen der beiden Geschlechter von Diepholz und Hoya. Als spanische Truppen während des Niederländischen Unabhängigkeitskriegs auch diese Gegend „jemerlych überzogen“, ließ die Regierung in Celle, die seit dem Aussterben des Diepholzer Grafengeschlechts (1585) für die Grafschaft zuständig war, die Feste erheblich verstärken.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Diepholz_Schloss_Rosengarten.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.6039, 8.3722