Privatbesitz
Schlossbauerngut

Im Salzburger Stadtteil Liefering befindet sich das Schlossbauerngut, ein Ansitz aus dem 15. Jahrhundert. Das Anwesen wird heute noch von Nachfahren bewohnt.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung des Gutes in Liefering stammt aus dem Jahr 1463, als der Salzburger Arzt Leonhard Kurz als Besitzer genannt wurde. Sein Testament deutet darauf hin, dass bereits vor dieser Zeit ein Gebäude existierte. Nach seinem Tod im Jahr 1495 ging der Besitz an seine Frau Ursula Lyfringin und später an die Tochter Margareta über, die mit Sebastian Klaner verheiratet war. Das Gut wechselte mehrfach den Besitzer, darunter Sebastian Höflinger, ein Kanzler und Hofurbarrichter. Im Jahr 1592 erwarb Hauptmann Leonhard Ehrgott das Anwesen. Er ließ das inzwischen als Schloss bezeichnete Gebäude umbauen und gab ihm seine heutige Gestalt, indem er einen Westtrakt und eine Ringmauer hinzufügte. Ehrgott, der kinderlos blieb, vererbte den Besitz indirekt, bevor er durch Verkauf an Georg Ludwig Grimming und weitere Adelsfamilien überging. Ab 1685 war Franz Georg Grembs, ein Stadt- und Hofmedicus, Eigentümer. Nach seinem Tod im Jahr 1706 verkauften seine Kinder das Gut an Adam Franz Gutrater. Im Jahr 1758 erwarb Johann Marian Lürzer von Zehendthal das Schloss, der letzte adelige Besitzer. Danach folgten bürgerliche Eigentümer wie der Bierbrauer Lorenz Hierl. Im Jahr 1833 ersteigerte Jakob Helminger das Anwesen, dessen Nachfahren es bis heute bewohnen. Ein schwerer Sturm im Jahr 1929 beschädigte das Dach, das anschließend in leicht veränderter Form wiederhergestellt wurde. Seit 1949 steht das Schlossbauerngut unter Denkmalschutz.
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Lage: 47.8227, 13.0109