Leerstehend
Schloß Zerbst

In der Stadt Zerbst, Sachsen-Anhalt, steht die Ruine des Schlosses Zerbst, einst die Residenz der Fürsten von Anhalt-Zerbst. Obwohl im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später größtenteils abgetragen, reicht seine Geschichte bis zu einer slawischen Wasserburg zurück.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses Zerbst liegen in einer slawischen Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert, die erstmals 1196 urkundlich erwähnt wurde. Diese Anlage, bestehend aus Vor- und Hauptburg, war von einem Graben und einer Festungsmauer umgeben. Bis ins 16. Jahrhundert entwickelte sich die Burg zu einer Ganerbenburg mit mehreren Häusern für verschiedene Familienzweige. Nach einer Phase des Verfalls im frühen 17. Jahrhundert und dem Dreißigjährigen Krieg war die Anlage in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts weitgehend unbewohnbar. Fürst Karl Wilhelm beauftragte daraufhin 1681 den Niederländer Cornelis Ryckwaert mit einem Neubau. Der Grundstein wurde am 31. Mai 1681 gelegt. Das dreiflügelige Schloss im niederländischen Barockstil wurde schrittweise errichtet: Der Rohbau des Corps de Logis war 1689 fertig, die Einweihung erfolgte 1696. Unter Ryckwaerts Nachfolger Giovanni Simonetti entstand von 1703 bis 1706 der Westflügel, und ab 1721 wurde der Mittelrisalit zu einem Schlossturm erweitert.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
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Lage: 51.9639, 12.0819