Bildungseinrichtung
Schloss Zell

In der Marktgemeinde Zell an der Pram in Oberösterreich steht Schloss Zell, ein spätrenaissancezeitliches Bauwerk. Es ist die dritte Anlage dieses Namens.
Geschichte+
Die Ursprünge von Zell reichen bis ins Jahr 955 zurück, als der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die ersten Besitzer, Hermann und Otto de Celle, residierten auf einer Burg am linken Ufer der Pram, deren Fundamente später beim Straßenbau verschwanden. Die Familie Zeller errichtete 1426 ein Wasserschloss am rechten Pramufer, das von einer Mauer mit Türmen umgeben war. Nach dem Aussterben der Zeller im Jahr 1550 ging der Besitz durch Heirat an Christoph Retschan und Leo von Hoheneck über. Später gelangte das gesamte Anwesen in den Besitz der Familie Tattenbach, die 1637 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde. Graf Ferdinand Josef von Tattenbach-Rheinstein veranlasste zwischen 1709 und 1712 den Umbau des im Spanischen Erbfolgekrieg verwüsteten Wasserschlosses. Das heutige Schloss entstand ab 1760 nach dem Abriss des Wasserschlosses und wurde 1774 fertiggestellt. Baumeister war Franz de Cuvilliés der Jüngere, während Christian Wink die Rokoko-Fresken und Josef Damian Stuber die Scheinarchitektur im Festsaal schufen. 1821 erwarb Graf Maximilian von Arco-Valley das Schloss. Im 19. Jahrhundert begann der Niedergang, und 1938 drohte der Abriss.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schloss_Zell_an_der_Pram.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.3160, 13.6305