Privatbesitz
Schloss Willingshausen

Das von Schwertzellsche Schloss Willingshausen ist heute eine barocke Schlossanlage mit Gut und englischem Landschaftsgarten in Willingshausen im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen.
Die Familie von Schwertzell wurde erstmals im 13. Jahrhundert in Willingshausen urkundlich erwähnt. Die Herren von Schwertzell, die früh in Willingshausen sesshaft wurden, erwarben 1489 die Gerichtsbarkeit von Domian von Weitershausen aus Merzhausen. Das aus einer Burg entstandene Rittergut Willingshausen war später ein eigenständiger Gutsbezirk der von Schwertzell zu Willingshausen und umfasste 1885 775 Hektar mit 94 Hektar Ackerland, 38 Hektar Wiesen und 641 Hektar Wald.
Der Stammsitz der hessischen Adelsfamilie von Schwertzell wurde Mitte des 16. Jahrhunderts in Willingshausen errichtet. Am Herrenhaus, einem repräsentativen Renaissancebau, befindet sich eine Wappentafel von 1496. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss teilweise zerstört und ausgeplündert. 1697 wurde das Fachwerkschloss mit zwei Steingeschossen erneuert und aufgestockt, um mehr Wohnraum zu bieten.
Im Siebenjährigen Krieg wurde das Inventar des Schlosses abermals geplündert.
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Lage: 50.8510, 9.1973