Leerstehend
Schloss Wilhelmsthal
Im Wartburgkreis in Thüringen befindet sich Schloss Wilhelmsthal, eine Schloss- und Gartenanlage. Einst als Jagd- und Sommerresidenz genutzt, ist es heute als eine der letzten erhaltenen weltlichen Uraufführungsstätten des Komponisten Georg Philipp Telemann bekannt.
Geschichte+
Die Ursprünge des Ortes reichen bis ins Jahr 1349 zurück, als er erstmals als „Wintershusen“ erwähnt wurde. Die waldreiche Gegend war ein Jagdgebiet des Hochadels, was zur Errichtung von Jagdunterkünften führte, darunter das „Jagdhaus Prunftau“, wo Herzog Johann Georg I. 1686 verstarb. Um das Wild nicht zu stören, wurden die Bewohner von Wintershusen umgesiedelt. Im Jahr 1699 erhielt der Ort zu Ehren von Herzog Johann Wilhelm den Namen Wilhelmsthal. Zwischen 1709 und 1715 wurde die Anlage unter Baumeister Johann Mützel zu einer Sommerresidenz mit Tiergehegen und terrassenförmigen Gärten umgestaltet. Es entstanden 16 barocke Pavillons und ein ovaler Fest- und Konzertsaal, der heutige Telemann-Saal, der 1714 eingeweiht wurde und als einer der ältesten freistehenden Konzertsäle Europas gilt. Das Wasser der Elte wurde zu einem See aufgestaut, und eine direkte Straßenverbindung nach Eisenach wurde geschaffen. In den 1740er Jahren ließ Herzog Ernst August die Barockbauten durch seinen Hofbaumeister Gottfried Heinrich Krohne im Rokoko-Stil umgestalten, wobei ein Marstall und eine Orangerie hinzugefügt wurden.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.9185, 10.3038