Das Schloss kann besichtigt werden
Museum
Schloss Wilhelmshöhe (Kassel)

Das Schloss Wilhelmshöhe in Kassel ist international bekannt für seine Rolle als Museum, das bedeutende Kunstsammlungen beherbergt. Es zeigt die authentisch erhaltenen Räume der Landgrafen.
Geschichte+
An der Stelle des heutigen Schlosses befand sich ursprünglich ein Augustiner-Chorherren-Stift aus dem 12. Jahrhundert, das später zu einem Augustinerinnen-Kloster wurde. Landgraf Philipp von Hessen säkularisierte das Kloster, und sein Enkel Moritz ließ zwischen 1606 und 1610 ein Jagdschloss errichten, das in den folgenden Jahrzehnten erweitert wurde. Das heutige klassizistische Schloss entstand von 1786 bis 1798 unter Landgraf Wilhelm IX. nach Entwürfen von Simon Louis du Ry und Heinrich Christoph Jussow. Während der napoleonischen Besatzung (1806–1813) wurde es in Napoléonshöhe umbenannt und diente Jérôme Bonaparte zeitweise als Residenz. Später, nach der Schlacht von Sedan, war Napoléon III. hier von 1870 bis 1871 inhaftiert. Von 1891 bis 1918 nutzte die kaiserliche Familie das Schloss regelmäßig als Sommerresidenz. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Mittelbau 1945 stark beschädigt, und der Wiederaufbau erfolgte ab 1961 in vereinfachter Form, wobei die ursprüngliche Kuppel nicht wiederhergestellt wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 51.3150, 9.4161