Museum
Schloss Wilhelmsburg
In Schmalkalden in Thüringen steht Schloss Wilhelmsburg, eine der Renaissanceanlagen Mitteldeutschlands. Als ehemalige Nebenresidenz der Landgrafen von Hessen bietet es einen Einblick in die Architektur und Lebensweise des 16. Jahrhunderts.
Geschichte+
Die Landgrafen von Hessen erlangten im Jahr 1583 die alleinige Herrschaft über Schmalkalden, das zuvor gemeinsam mit den Grafen von Henneberg verwaltet wurde. Landgraf Wilhelm IV. von Hessen entschied daraufhin, Schmalkalden zu einer seiner Nebenresidenzen zu machen. Er ließ die mittelalterliche Burg Waltaff abreißen und begann 1584 mit dem Bau des nach ihm benannten Schlosses. Die Einweihung erfolgte am 23. Mai 1590, obwohl die Bauarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen waren. Die Innenausstattung wurde aus Kassel herbeigeschafft. Unter seinem Sohn Moritz, der sich häufig und lange in Schmalkalden aufhielt, wurde das Schloss schließlich im Jahr 1618 fertiggestellt. In den folgenden Jahrhunderten wurde es seltener genutzt und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gänzlich aufgegeben. Im Jahr 1873 übernahm der Verein für Hennebergische Geschichte und Landeskunde das Anwesen und etablierte darin ein Museum.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wilhelmsburg_Schmalkalden.JPG
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Lage: 50.7231, 10.4558