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Schloss Wespenstein

In Gräfenthal, Thüringen, erhebt sich Schloss Wespenstein auf etwa 462 Metern über dem Meeresspiegel und diente einst der Sicherung eines mittelalterlichen Handels- und Heerweges. Seine Lage an der Grenze zu Bayern machte es zu einem Punkt im Thüringer Schiefergebirge.
Geschichte+
Um 1250 wurde das Schloss vermutlich von den Grafen von Orlamünde als Zollhaus errichtet und 1337 erstmals urkundlich als Hus Greventhal erwähnt. Ursprünglich an die Herren von Gräfendorf belehnt, nutzten die Orlamünder es später selbst als Residenz. Nach einer Erbteilung kam Otto XI. von Weimar-Orlamünde-Gräfenthal 1414 in den Besitz des Schlosses, verkaufte es aber 1426 an Herzog Friedrich I. von Sachsen. 1438 erwarben die Reichserbmarschälle von Pappenheim die Anlage. Sebastian von Pappenheim baute die Residenz zwischen 1517 und 1541 aus und empfing hier Martin Luther, Kurfürst Johann und Kaiser Karl V.
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Lage: 50.5265, 11.3026