Privatbesitz
Schloss Wellenburg

Im Augsburger Stadtteil Bergheim liegt das Schloss Wellenburg, auch bekannt als Fuggerschloss, auf einem bewaldeten Geländesporn oberhalb des Wertachtals. Das Bauwerk, dessen Ursprünge vor dem 13. Jahrhundert liegen, wurde mehrfach umgestaltet und präsentiert sich heute im Stil der Neugotik.
Geschichte+
Die frühe Geschichte der Wellenburg ist eng mit den bischöflichen Kämmerern von Wellenburg verbunden. Nach wiederholter Zerstörung und Wiederaufbau gelangte das Schloss 1507 über verschiedene Augsburger Adelsfamilien an Matthäus Lang. Dieser Augsburger Patrizier und Dompropst, später Fürsterzbischof von Salzburg und Kardinal, ließ bis 1513 ein Lustschloss errichten. Es diente 1530 als Schauplatz für Feste und Turniere zu Ehren Kaiser Karls V. Eine Ansicht von 1536 zeigt die Anlage als rechteckiges Gebäude mit Satteldach, vier Ecktürmen und einem hohen Treppenturm, dessen Unterbau noch heute existiert. Im Jahr 1595 erwarb Jakob Fugger III. das Schloss und die zugehörigen Ländereien. Er beauftragte den Augsburger Stadtbaumeister Elias Holl mit dem Bau des äußeren Schlosstores. Spätere Erweiterungen der Schlosskapelle St. Georg und der Stallungen wurden von Valerian Brenner durchgeführt. Auch der Barockmeister Hans Georg Mozart war an Renovierungen beteiligt. Zwischen 1857 und 1858 ließ Fürst Leopold Fugger-Babenhausen das Schloss im neugotischen Stil um- und ausbauen.
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Lage: 48.3329, 10.8269