Krankenhaus
Schloss Weißenburg

Im Ortsteil Weißen der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel in Thüringen steht das Schloss Weißenburg, eine historische Höhenburg auf einer Felswand nahe der Saale. Ursprünglich als kastellartiger Bau konzipiert, dient es heute als modernes Krankenhaus.
Geschichte+
Die Ursprünge der Weißenburg reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, vermutlich um 1248, im Kontext einer Teilung des Grafenhauses Weimar-Orlamünde. Im Jahr 1344 ging die Anlage in den Besitz des Markgrafen Friedrich II. von Meißen über, wobei Graf Heinrich IV. von Orlamünde ein lebenslanges Wohnrecht erhielt. Die ursprüngliche Burganlage war ein wehrhafter Bau mit fünf Türmen, geschützt durch Steilhänge, Wälle, Gräben und Mauern. Im 15. Jahrhundert wechselten die Besitzer häufig, darunter die Herren von Entzenberg und von Kochberg. Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts erwarb Friedrich von Thüna, ein Berater sächsischer Kurfürsten, die Burg. Er begleitete Martin Luther zum Wormser Reichstag und ließ die Burg 1529 zu einem wohnlichen Schloss umbauen. Während des Bauernkrieges 1525 fand der letzte Abt des Klosters Saalfeld hier Zuflucht. Nach über 150 Jahren in thünaischem Besitz ging das Schloss 1707 an die Herren von Lengefeld über, die es jedoch 1761 aufgrund von Schulden veräußern mussten. Im Juli 1777 besuchte Johann Wolfgang von Goethe die Weißenburg mehrfach.
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Lage: 50.7312, 11.4484