Rathaus
Schloss Vöslau

In Bad Vöslau in Niederösterreich steht das Schloss Vöslau, ursprünglich eine Wasserburg. Seine Geschichte ist geprägt von Zerstörung, Wiederaufbau und wechselnden Besitzern, die es von einer mittelalterlichen Wehranlage zu einem barocken Bau und schließlich zum heutigen Rathaus formten.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins frühe 12. Jahrhundert zurück, als die Edelherren von Veselove die ersten bekannten Eigentümer waren. Später wurden die Pollen, ein Ratsbürgergeschlecht, enteignet, nachdem sie sich einem Aufstand gegen Herzog Friedrich den Schönen angeschlossen hatten, und die Familie Hailpechen übernahm. Im Jahr 1483 wurde die Burg von den Truppen Matthias Corvinus' verwüstet. Nach 1502 wurde sie freies Eigentum und gehörte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts den Sinzendorfern, wobei sie zu einem Zentrum der Reformation in der Region avancierte. Während der Zweiten Türkenbelagerung 1683 war die Anlage in einem so desolaten Zustand, dass sie keinen Schutz bieten konnte. Der Umbau zu einem Schloss erfolgte später, wobei alte Bausubstanz integriert wurde. Unter August von Wöber fand von 1740 bis 1753 ein barocker Umbau statt, vermutlich unter der Leitung von Franz Anton Pilgram.
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Lage: 47.9654, 16.2154