Privatbesitz
Schloss Sternberg
In der Gemeinde Sulzdorf an der Lederhecke erhebt sich das Schloss Sternberg, eine barocke Vierflügelanlage. Es ist bekannt für seine Ecktürme mit Zwiebelhauben und die direkt angrenzende Schlosskapelle. Dieses Bauwerk zählt zu den größten Landschlössern Frankens und prägt die Landschaft der Region Rhön-Grabfeld.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als die Henneberger das Gebiet um Sternberg vom Bistum Eichstätt als Lehen erhielten. Im Jahr 1199 ließ Graf Heinrich von Henneberg an dieser Stelle eine Burg errichten. Nach dem Aussterben der Henneberg-Sternberger Linie im Jahr 1354 ging die Burg an das Hochstift Würzburg über und entwickelte sich zu einer Ganerbenburg mit mehreren Lehnsherren. Anfang des 16. Jahrhunderts gelang es den Truchseß von Wetzhausen, alle Anteile der Ganerbenburg zu erwerben. Die Anlage erlitt während des Bauernkrieges 1525 und im Dreißigjährigen Krieg Schäden. Zwischen 1667 und 1669 erfolgte unter Wolff Dietrich Truchseß von Wetzhausen der Umbau zur heutigen Barockanlage, und die Schlosskirche wurde 1673 fertiggestellt. Da Wolff Dietrich ohne männliche Nachkommen blieb, verkaufte er das Schloss 1695 an den Würzburger Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg. Bis 1838 verblieb es im Besitz der Freiherren zu Guttenberg, bevor es kurzzeitig Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha als Aufenthaltsort diente.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.2662, 10.5757