Museum
Schloss Starhemberg

Westlich des Marktplatzes von Haag am Hausruck in Oberösterreich steht Schloss Starhemberg. Die Renaissanceanlage war ursprünglich eine Burg und beherbergt heute ein Heimatmuseum.
Geschichte+
Die erste steinerne Burg wurde vor 1236 von Gundaker IV von Steyr errichtet, einem Ministerialen König Ottokars I. Přemysl, der sich später nach der Burg benannte. Im 13. Jahrhundert als „Storchenberch“ in einem Passauer Urbar erwähnt, war sie ein bischöfliches Lehen. Die Starhemberger hielten die Hohe Gerichtsbarkeit jedoch als Lehen der Schaunberger. Im Jahr 1322 wurde die Burg während des Thronfolgekrieges zwischen Friedrich dem Schönen und Ludwig dem Bayern von Grams von Uttendorf erobert. Zehn Jahre später traten die Bayern die Burg an Herzog Albrecht II. und Otto IV. ab. Trotzdem behielten die Starhemberger ihre Ansprüche auf das Passauer Lehen bis 1379, woraufhin Herzog Albrecht III. sie mit 3.000 Pfund Silber entschädigte. Die Burg wurde danach oft von Pflegern verwaltet oder verpfändet, unter anderem an Reinprecht von Wallsee und später wieder an die Starhemberger selbst. Im 15. Jahrhundert wechselten die Besitzer mehrfach, bis König Maximilian I. die Herrschaft 1498 an Christoph Jörger verkaufte. Dieser ließ die Burg zu einem wohnlicheren Schloss umbauen. Helmhard Freiherr von Jörger, ein Anführer des protestantischen Adelsaufstandes von 1620, wurde geächtet, und seine Besitzungen wurden konfisziert. Kaiser Ferdinand II. verpfändete Starhemberg zunächst an Wels und verkaufte es 1627 an das Bistum Passau. Während des oberösterreichischen Bauernkrieges von 1626 wurde das Schloss von Aufständischen eingenommen, wobei Archiv und Rüstkammer geplündert wurden. Ein weiterer Bauernaufstand im Innviertel 1632 endete mit Hinrichtungen. Im Spanischen Erbfolgekrieg belagerte und besetzte der bayerische General Litzelburg das Schloss.
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Lage: 48.1871, 13.6396