Schloss/BurgIchendorf

Schloss Schlenderhan (Ichendorf)

Schloss Schlenderhan (Ichendorf)

Privatbesitz

Das Schloss Schlenderhan in Ichendorf, Nordrhein-Westfalen, ist ein Landsitz, der für sein Gestüt bekannt ist. Das Anwesen, dessen Wurzeln bis ins frühe Mittelalter reichen, ist ein Beispiel spätbarocker Architektur.

Geschichte+

Die erste urkundliche Erwähnung von Schlenderhan, damals als „Slenderhagen“, erfolgte 1028 durch eine Schenkung des Pfalzgrafen Erenfried an die Abtei Brauweiler, die Erzbischof Pilgrim 1051 bestätigte. Im Zuge der Aufteilung des Villewaldes 1258 ging das Gut an die Abtei Kornelimünster über, die es als Lehen vergab. Ab 1271 ist ein Rittergeschlecht nach dem Gut benannt. Durch die Heirat der Erbtochter Maria mit Winand 1527 kam der Besitz an die Familie Raitz von Frentz. Im 17. Jahrhundert diente der Reitergeneral Jan von Werth auf dem Hof; seine Tochter heiratete später den Gutsbesitzer, was der Familie 1650 zur Erhebung in den Reichsfreiherrenstand führte. Nach dem Tod des letzten Nachfahren, Adolf Carl Hubert Freiherr Raitz von Frentz, 1867 ohne Erben, erwarb der Kölner Bankier Simon von Oppenheim das Gut, auch wegen der dortigen Braunkohlevorkommen. Er wurde im selben Jahr geadelt, und sein Sohn Eduard gründete das Gestüt Schlenderhan. Die ursprüngliche, wasserumgebene Schlossanlage wurde 1780 aufgegeben und abgerissen; der letzte Turm stürzte in den 1940er Jahren in eine Braunkohlegrube. Das heutige spätbarocke Schloss wurde als einer der letzten rheinischen Adelssitze vor der Franzosenzeit errichtet.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Alexander Duncker / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.9447, 6.6829