Kulturelle Einrichtung
Schloss Schleinitz
Im Ketzerbachtal liegt Schloss Schleinitz, ein spätgotisches Bauwerk, das sich zu einem Renaissanceschloss wandelte. Es liegt in der Gemeinde Nossen und war einst eine der größten Grundherrschaften Sachsens. Heute dient es als kulturelle Einrichtung.
Geschichte+
Das Schloss wurde Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts an der Stelle einer möglichen Wasserburg errichtet. Die ursprüngliche spätgotische Konzeption sah den Graben nicht als Wassergraben vor, sondern betonte die architektonische Repräsentation der Grundherrschaft, ähnlich dem Konzept der Albrechtsburg Meißen. Aus dieser Zeit stammt der linke Flügel mit der ehemaligen Hauskapelle, die ein Netzgradgewölbe und einen Wandschrank mit der Jahreszahl 1518 aufweist. Nach einem Brand im 16. Jahrhundert wurden eine Bogenhalle und zwei Obergeschosse im Renaissancestil hinzugefügt, die den gotischen Teil ergänzen. Im Jahr 1790 war das Schloss Schauplatz des sächsischen Bauernaufstands, bei dem der Grundherr Friedrich von Zehmen zur Aufgabe von Frondiensten gezwungen wurde. 1905 erfolgten Umbauten unter dem Architekten Hans Gerlach, bei denen unter anderem eine große zweigeschossige Halle entstand. Bis 1945 war das Schloss im Besitz der Familie von Friesen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
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Lage: 51.1633, 13.2725