Privatbesitz
Verein Schloss Schaumburg und Umgebung e.V.
Schloss Schaumburg

Südlich von Balduinstein steht Schloss Schaumburg, eine ursprünglich als Höhenburg errichtete Anlage. Ihr heutiges Erscheinungsbild wurde maßgeblich von einer neugotischen Umgestaltung im 19. Jahrhundert geprägt.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung der Schaumburg erfolgte im Jahr 1197 als Zentrum einer Herrschaft, zu der auch umliegende Orte zählten. Im 12. Jahrhundert befand sich die Burg im Besitz der Grafen von Leiningen. Nach deren Aussterben um 1220 kam es zu einer Aufteilung und wechselndem Besitz der Burglehen unter verschiedenen Adelsgeschlechtern, darunter Nassau, Virneburg, Diez, Weilnau und Isenburg. Ein Teil gelangte 1232 an Gerlach I. von Limburg, musste jedoch 1266 an Kurköln abgetreten werden. Der Kölner Erzbischof übertrug diesen Anteil 1276 an das Haus Westerburg, das ab 1279 mit dem Ausbau der Schaumburg begann. Um die Macht der Schaumburg zu schwächen, ließ Balduin von Luxemburg die nahegelegene Burg Balduinstein errichten, was zu Auseinandersetzungen führte. Bis zum 15. Jahrhundert erwarb das Haus Westerburg alle Anteile der Burg. Ab 1557 residierte die Seitenlinie Leiningen-Westerburg-Schaumburg auf dem Schloss. Im Jahr 1656 verkaufte Georg Wilhelm von Leiningen die Anlage an Agnes von Effern, die Witwe des Grafen Peter Melander von Holzappel, wodurch die Herrschaft Schaumburg mit der Grafschaft Holzappel vereint wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Schloss-Schaumburg-JR-G6-3708-2009-08-04.jpg
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Lage: 50.3390, 7.9775