Altersheim
Schloss Rhoden

Ein frühbarockes Bauwerk mit einst Lustgarten, Schloss Rhoden, befindet sich im nordhessischen Rhoden, einem Stadtteil von Diemelstadt. Ursprünglich als mittelalterliche Burg konzipiert, wurde es zu einem Schloss umgestaltet und diente lange Zeit als Pflegeheim.
Geschichte+
Die Ursprünge von Schloss Rhoden reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als die Grafen von Schwalenberg ihren Einfluss in die Region ausdehnten. Zwischen 1228 und 1230 entstand auf dem Hagenberg eine Burg, die erstmals 1237 urkundlich erwähnt wurde. Diese Befestigung, die zum Schutz des Ortes diente, wurde zum Zentrum des nördlichen Waldecker Gebiets. Die Burg wechselte häufig den Besitzer, wurde verpfändet und stand unter der Herrschaft verschiedener Adelsgeschlechter und Bistümer. Erst 1452 gelang es Graf Wolrad I. von Waldeck, die Anlage wieder in den Besitz der Grafschaft Waldeck zu bringen. Nach Erbstreitigkeiten um 1508 wurde die Grafschaft geteilt, und die Burg Rhoden fiel hälftig an die Eisenberger- und Wildunger Linie. Graf Georg Friedrich beschloss 1645, kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges, die alte Burg zu erneuern und zu erweitern. Unter der Leitung des holländischen Baumeisters Peter Jeanson und nach Plänen des französischen Architekten Belle-Roche entstand von 1647 bis 1654 das heutige Schloss.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 51.4748, 9.0076