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Schloss Rantzau

In Lübeck steht Schloss Rantzau, ein neugotisches Stadtpalais, das im Kern auf eine mittelalterliche Domherren-Kurie zurückgeht. Es ist das letzte erhaltene Beispiel dieser Art von Gebäuden im Lübecker Dombezirk.
Geschichte+
Die Ursprünge des Gebäudes reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als im Immunitätsbereich des Lübecker Doms freistehende Häuser für Domkapitelmitglieder errichtet wurden. Eine erste Bebauung des Grundstücks durch Domherr Mohr ist für das Jahr 1290 belegt, wobei der Kern einem Wohnturm glich. Aus dem 15. Jahrhundert sind die rückseitige Backsteinfassade und ein gotisches Kellergewölbe erhalten. Im 16. Jahrhundert wurde ein Erkerzimmer mit Holzvertäfelung und Wappen gestaltet. Im frühen 17. Jahrhundert kamen bemalte Deckenbalken und barocke Türeinfassungen hinzu. Um 1760 wurde das langrechteckige Gebäude durch Anbauten erweitert und erhielt seine heutige Größe. Ein Rokokosaal, 1762 von Johann Nepomuk Metz stuckiert, entstand in dieser Zeit. Nach der Säkularisation 1803 ging die Kurie in städtischen Besitz über.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/schleswig/schloesser/luebeck01.html
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Lage: 53.8628, 10.6854