Privatbesitz
Schloss Paternion
Im unteren Drautal in Kärnten, Österreich, liegt Schloss Paternion, ein historischer Herrschaftssitz. Die Anlage ist heute in Privatbesitz und beherbergt die Forst- und Gutsverwaltung der Eigentümerfamilie.
Geschichte+
Bereits um 1309 wird eine Liegenschaft namens „sand Paternian“ in Urkunden erwähnt, was auf einen frühen ritterlichen Ansitz hindeutet. Eine Burg in Paternion ist für das Jahr 1354 belegt. Die Herrschaft Paternion entstand 1523 durch die Vereinigung der Ämter Stockenboi und Feistritz. Nach dem Frieden von Pusarnitz gelangten diese Gebiete an die Habsburger, die sie 1517/1518 an Sigmund von Dietrichstein verkauften. Sigmund errichtete ein großes, vierflügeliges Schloss. Sein Sohn Sigmund Georg verpfändete Paternion mehrfach, bevor Moriz Christof Khevenhüller von Aichelberg die Herrschaft 1592 erwarb und das Schloss ausbaute. Im Zuge der Gegenreformation mussten die Khevenhüller 1629 emigrieren und verkauften das Anwesen an den Handelsmann Martin Widmann. Die Familie Widmann, die 1640 in den Grafenstand erhoben wurde, nannte sich fortan Grafen von Ortenburg. Ein Großbrand zerstörte 1859 den Großteil der Anlage, nur der Westtrakt blieb erhalten. Gräfin Elisabeth Maria Adrienne Widmann, die letzte Vertreterin der Widmanns, erbte das Anwesen 1878 und heiratete Graf Piero Foscari. Zwischen 1897 und 1898 erfolgte der teilweise Wiederaufbau im historistischen Stil, wobei insbesondere die östlichen Flügel neu errichtet wurden.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paternion_-_Schloss.JPG
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Lage: 46.7117, 13.6368