Privatbesitz
Schloss Ollendorf
Das Schloss Ollendorf, einst eine Wasserburg, liegt am südwestlichen Rand der Gemeinde Ollendorf in Thüringen. Es ist heute in Privatbesitz.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses reichen vermutlich bis zu den Grafen von Gleichen zurück, die im 14. Jahrhundert weite Teile Ollendorfs besaßen. Im Jahr 1506 veräußerten die Grafen ihren Besitz, einschließlich der Wasserburg und der Fischzucht, an die Stadt Erfurt. Diese setzte einen Verwalter ein, der für die landwirtschaftliche Nutzung und die Sicherung der Wehranlagen zuständig war. Obwohl die militärische Bedeutung der Burg im 15. und 16. Jahrhundert abnahm, war sie im Dreißigjährigen Krieg mit Stadtknechten besetzt. Ein Brand im Jahr 1609 machte den Wiederaufbau von Wirtschaftsgebäuden und Stallungen erforderlich. Zwischenzeitlich wurde die Verwaltung der Vogteien Zimmern und Udestedt im Jahr 1624 in die befestigte Anlage verlegt. 1664 ging der Besitz an Mainz über. Ein weiterer Brand im Jahr 1692 zerstörte die Burg und das Gehöft bis auf die Grundmauern, woraufhin 1694 ein Wiederaufbau für landwirtschaftliche Zwecke erfolgte, wobei das Herrenhaus im schlichten ländlichen Barockstil neu errichtet wurde. Im Jahr 1813 suchte Napoleon auf seinem Rückzug von der Völkerschlacht bei Leipzig kurzzeitig Unterschlupf im Schloss, musste es aber aufgrund feindlicher Meldungen wieder verlassen. 1863 wurde die Gutsanlage umgebaut und erweitert. Nach 1945 wurde das Anwesen enteignet und diente in der DDR-Zeit der LPG „Einheit“ als Wirtschaftshof, was zu einem starken Verfall führte, bis die Gebäude in den 1970er Jahren leer standen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mobile Geschichte
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.0384, 11.1898