Forschungseinrichtung
Schloss Oberwiederstedt

Schloss Oberwiederstedt in Sachsen-Anhalt, Deutschland, war einst ein Rittergut und ist heute eine Forschungsstätte für Frühromantik. Es ist bekannt als Geburtsort des Dichters Novalis und beherbergt ein Museum, das seinem Leben und Werk gewidmet ist.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins Jahr 1261 zurück, als es den Dominikanerinnen als Ausweichquartier diente, die zuvor in Kupferberg bei Hettstedt ansässig waren. Diese Nutzung dauerte bis zur Reformation und der damit verbundenen Säkularisation an. Im 17. Jahrhundert gelangte das Gut durch Heirat in den Besitz der freiherrlichen Familie von Hardenberg. Hier wurde 1772 der Dichter Friedrich von Hardenberg, besser bekannt als Novalis, geboren. Auch Hans Freiherr von Hardenberg, der später Landrat und Regierungsvizepräsident wurde, kam hier zur Welt. Das Rittergut blieb bis zur Enteignung und Vertreibung der Familie im Oktober 1945 Familiensitz. In der DDR-Zeit wurde es bis 1981 als Altenheim genutzt, verfiel danach jedoch und wurde Mitte der 1980er Jahre von der Liste der schützenswerten Baudenkmäler gestrichen. Eine Bürgerinitiative im Jahr 1989 verhinderte den Abriss und führte zur Gründung der „Interessengemeinschaft Novalis“, die heute als Kuratorium Novalis-Geburtshaus e. V. bekannt ist. Am 2.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
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Lage: 51.6663, 11.5307