Schloss/BurgNossen

Schloss Nossen

Schloss Nossen

Das Schloss kann besichtigt werden
Museum

In Sachsen erhebt sich Schloss Nossen auf einem Felsvorsprung über dem Tal der Freiberger Mulde. Ursprünglich eine mittelalterliche Burg, entwickelte sie sich zu einem Renaissanceschloss und diente verschiedenen Zwecken, von einem kurfürstlichen Jagdsitz bis hin zu Verwaltungs- und Justizgebäuden.

Geschichte+

Die Ursprünge von Schloss Nossen reichen bis in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts zurück, als hier eine Burg der Ritter von Nozin entstand, die 1185 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Diese Familie hielt das Land zwischen Pitzschebach und Mulde als Lehen des Bischofs von Meißen. Nach dem Erlöschen des Lehens ging die Burg 1315 in den Besitz von Bischof Withego II. von Colditz über und diente den Meißner Bischöfen als Sitz. Im Jahr 1436 erwarben die Zisterzienser des Klosters Altzella die Anlage samt der Stadt Nossen für 4.200 rheinische Gulden und nutzten sie als Abtssitz, ließen sie jedoch aufgrund finanzieller Engpässe verfallen. Mit der Reformation 1540 wurde das Kloster aufgelöst und das Anwesen fiel an das Kurfürstentum Sachsen. Kurfürst August ließ zwischen 1554 und 1557 den Westflügel des heutigen Schlosses als Reise- und Jagdunterkunft errichten, wobei er Grundmauern der alten Burg und Abbruchmaterial des Klosters Altzella verwendete. Der Riesensaal bot Platz für hunderte Gäste. Ab 1555 beherbergte das Schloss auch das kursächsische Amt Nossen, wofür zwischen 1628 und 1667 weitere Gebäude entstanden, die schließlich zum Abriss der verbliebenen Burgruine führten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.0582, 13.3019