Rathaus
Schloss Neersen

In Willich-Neersen, Nordrhein-Westfalen, befindet sich Schloss Neersen. Ursprünglich als Wasserburg an der Niers erbaut, dient es heute als Rathaus der Stadt Willich.
Geschichte+
Die Ursprünge von Schloss Neersen reichen bis ins Mittelalter zurück, als es eine Wasserburg auf einer Erhebung inmitten einer Bruchwaldlandschaft war. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Vogtei Neersen im Jahr 1263 als kurkölnisches Lehen, das von den Rittern von der Neersen verwaltet wurde. Im Jahr 1371 wird die Burg Neersen selbst in einer Urkunde erwähnt, als Heinrich (IV.) von der Neersen mit der Vogtei belehnt wurde. Die Burg diente der Verteidigung der Niersübergänge an der Grenze zwischen Kurköln und dem Herzogtum Jülich. Nachdem die männliche Linie der Ritter von der Neersen 1487 ausstarb, gelangte das Erbe durch Heirat an die Familie von Palant und später an die von Virmond. Zwischen 1661 und 1669 wurde die mittelalterliche Wasserburg unter Adrian Wilhelm von Virmond zu einem dreiflügeligen Barockschloss mit vier Ecktürmen umgebaut. Ambrosius Franz von Virmond ließ das Schloss um 1720 weiter ausbauen, doch mit seinem Tod 1744 erlosch die Familie im Mannesstamm. Nach einem Rechtsstreit fiel das Schloss 1763 an Kurköln zurück. Im Jahr 1794 von französischen Revolutionstruppen besetzt, wurde es 1798 säkularisiert. Nach der Franzosenzeit erwarb der letzte kurkölnische Amtmann, Josef Lenders, das Schloss. Ein Brand im Jahr 1859 zerstörte das Schloss bis auf die Umfassungsmauern.
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Lage: 51.2498, 6.4778