Stadtamt Mattighofen
Schloss Mattighofen

In Mattighofen, Oberösterreich, steht Schloss Mattighofen, eine einstige Burg, die sich zu einem Schloss wandelte. Seine Geschichte reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück und ist heute Mittelpunkt des städtischen Lebens.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses Mattighofen reichen bis in das 8. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle ein herzoglicher Wirtschaftshof der Agilolfinger stand. Im Jahr 788 wurde es erstmals urkundlich als „Matagao“ erwähnt. Nach der Entmachtung der Agilolfinger ging der Besitz an die Karolinger über. König Heinrich II. übertrug die Burg und den gesamten Mattiggau im Jahr 1007 dem Bistum Bamberg. Ab 1400 herrschten die Kuchler über das Gebiet und das Schloss, bis es 1438 wieder an die bayerischen Herzöge fiel. 1459 wurde Ritter Jan Holub mit dem Schloss belehnt. Nach dem Aussterben der Holub-Linie erwarb Graf Christoph von Ortenburg 1517 das Schloss. Sein Sohn Joachim ließ es 1551 zu einem Renaissanceschloss mit vier Ecktürmen umbauen und richtete eine Brauerei ein. Brände und spätere Umbauten haben die Spuren dieser Zeit weitgehend verwischt, doch ein Türstock mit dem Doppelwappen Ortenburg-Fugger und der Inschrift „Joachim Grave zv Ortenburg etc. Vrsvla Gräfin zv Ortenburg geporene goggerin Freiin zv Khirchperg vnd Weissenhorn sein Gemachel MDLI“ erinnert noch daran. Im Jahr 1602 verkauften die Grafen von Ortenburg das Schloss an die bayerischen Herzöge, in deren Besitz es bis zum Frieden von Teschen verblieb, der das Innviertel Österreich zuschlug.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schloss_Mattighofen-1.jpg
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Lage: 48.1056, 13.1500