Museum
Schloss Ludwigslust

In der Stadt Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern steht Schloss Ludwigslust. Einst Hauptresidenz der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin, ist es heute ein Museum und ein Beispiel für die barocke Baukunst in Norddeutschland.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle ein Gutsdorf namens Klenow existierte. Herzog Christian Ludwig II. plante hier ab 1721 einen Jagdsitz, dessen Bau jedoch zunächst durch Konflikte mit Herzog Karl Leopold unterbrochen wurde. Nach Karl Leopolds Absetzung konnte der Bau ab 1731 unter der Leitung des Architekten Johann Friedrich Künnecke fortgesetzt werden. 1754 erhielt der Jagdsitz den Namen Ludwigslust. Unter Herzog Friedrich dem Frommen wurde Ludwigslust ab 1763 zur Hauptresidenz ausgebaut. Es entstand eine Schlossanlage mit Hofkirche und einer planmäßig angelegten Stadt. Der Bau des Residenzschlosses, unter der Leitung von Johann Joachim Busch, begann 1772 und wurde 1777 bezogen. Um Kosten zu sparen, wurden Materialien wie Pappmaché, der sogenannte „Ludwigsluster Carton“, verwendet. Nach dem Tod Friedrichs des Frommen 1785 wurde der Barockgarten unter Friedrich Franz I. in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt. 1837 verlegte Herzog Paul Friedrich den Hof zurück nach Schwerin, wodurch Ludwigslust den Status einer Sommerresidenz erhielt. Nach dem Ersten Weltkrieg diente das Schloss bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges als Wohnsitz der herzoglichen Familie. In der DDR-Zeit beherbergte es Kreisbehörden, bevor es ab 1986 zu einem Museum umfunktioniert und saniert wurde.
Vor Ort+
Heute beherbergt Schloss Ludwigslust ein Museum, das Teil des Staatlichen Museums Schwerin ist. Die Räume und Sammlungen, darunter Architekturmodelle und Büsten, sind öffentlich zugänglich. Das Schloss und der Park werden weiterhin saniert.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.3248, 11.4882