Schloss/BurgWolfern-Losensteinleiten

Schloss Losensteinleiten

Schloss Losensteinleiten

Pflegeheim

Das größte historische Bauwerk in der Marktgemeinde ist das Schloss Losensteinleiten. Außer dem hufeisenförmigem Schloss mit Arkadenhof, umfasst die Anlage auch einen großen Garten mit Schlossteich und das Mausoleum, welches einige hundert Meter entfernt am Waldrand errichtet wurde. Die genauen Anfänge um die Herrschaft lassen sich nicht mehr genau feststellen. Gesichert ist, dass ein Niklas Flusshart seine Besitzungen an Dietrich von Losenstein verkaufte. Durch das Geschlecht der „Losensteiner zu Leiten“ kam die einstige Ortschaft Leiten zu ihrem heutigen Namen Losensteinleiten. Bernhard I. von Losenstein errichtete 1409 bis 1433 die spätmittelalterliche Wasserburg, auf die später die Landgerichtsbarkeit übertragen wurde. Durch seine Gemahlin erlangte Bernhard I. auch die Herrschaft über die niederösterreichische Schallaburg und der Herrschaft Gschwendt. Später wurden diese Besitzungen unter den drei Söhnen Bernhards aufgeteilt und Florian bekam die Herrschaft Losensteinleiten. Seit das Geschlecht in Losensteinleiten heimisch war, verfiel die Stammburg in Losenstein zunehmend. Florian, der Begründer der Linie von Losenstein zu Losensteinleiten, wurde im Jahre 1453 von Kaiser Friedrich – bei dessen Krönung in Rom – auf der Tiberbrücke zum Ritter geschlagen. Er war mit Magdalena Auer von Prennberg vermählt und hinterließ bei seinem Tod im Jahre 1462 einen Sohn namens Wilhelm. Wilhelm war Regierungsrat von Kaiser Maximilian I. und erbte außer der Herrschaft Losensteinleiten auch die Herrschaft Gebenhofen in Bayern von seiner Mutter. Er heiratete im Jahre 1476 Barbara von Parsberg und hatte mit ihr fünf Söhne, von denen Acharz die Herrschaft übernahm. 1527 starb Acharz und sein Sohn Christoph III. von Losensteinleiten übernahm die Herrschaft. Als im Jahre 1532 ein türkisches Heer unter Kassim Pascha die Gegend unsicher machte, litt auch das Schloss sehr. In den Jahren 1550 bis 1570 wurde das Wasserschloss durch Georg Achaz I. von Losenstein, ein Sohn von Christoph III., um drei Trakte vergrößert.

Als Georg Acharz I. im Jahr 1597 starb, hinterließ er seine Frau Christine von Perkheim und seinen Sohn Georg Christoph II. Georg Christoph II. war Herr von Losenstein zu Losensteinleiten und konnte außerdem auch die Herrschaften Schallaburg, Weidenholz und Siechtenberg in seiner Hand vereinigen. Er hatte sich 1610 mit Anna von Stubenberg vermählt. Bei seinem frühen Tod im Jahre 1622 war sein Sohn Georg Wolfgang noch minderjährig. Die Losensteiner waren eifrige Anhänger der lutherischen Lehre und hielten sich einige Hofprediger. Erst seit dem Jahre 1620 bekannten sich die Losensteiner wieder zum katholischen Glauben. Georg Acharz II., Graf und Herr von Losenstein, kaufte 1627 als Vormund von Georg Wolfgang das Gut „Mayr zu Laach“, welches vom einstigen Edelsitz Hauzenbach übrig geblieben war. Als nun Georg Wolfgang im Jahre 1635 als letzter der Linie von Losenstein zu Losensteinleiten starb, ging das Schloss Losensteinleiten an die Herren von Losenstein zu Gschwendt. Nachdem mit Franz Anton 1692 auch diese Linie erloschen war, gelangten sämtliche Besitztümer der Losensteiner an die Fürsten von Auersperg.

Aus der Zeit, in denen das Schloss im Besitz der Fürsten von Auersperg war, sind nur wenige Informationen erhalten geblieben. Im 18. Jahrhundert wurde das Schloss noch einmal umgebaut. Bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss vom Fürstengeschlecht der Auersperger bewohnt, nach den Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkrieges verfiel das Schloss jedoch.

Am 1. Juni 1955 wurde Schloss Losensteinleiten Besitz der österreichischen Kamillianerordensprovinz. Zwanzig Jahre lang bestand in Losensteinleiten das Kleine Seminar der Provinz sowie ein Privatgymnasium mit Öffentlichkeitsre …

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Losensteinleithen_Schloss.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.1156, 14.3590