Privatbesitz
Schloss Lindenau

In Lindenau, im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, steht das denkmalgeschützte Renaissanceschloss Lindenau.
Geschichte+
Um 1200 entstand an der Pulsnitz und Schwarzen Elster eine Turmhügelburg, die als Grenzschutzanlage auf der Oberlausitzer Seite der Pulsnitz diente, während auf der gegenüberliegenden meißnischen Seite das spätere Schloss Großkmehlen entstand. Diese Motte wurde später zu einem gotischen Bau erweitert, dessen Reste noch heute an der Südseite sichtbar sind. Im Jahr 1584 ließ Loth Gotthard von Minckwitz das Gebäude zu einem zweigeschossigen, blockhaften Rechteckbau im Stil eines schlichten Renaissanceschlosses umgestalten. Ein Turm wurde 1609 hinzugefügt. Aufgrund von Bauernunruhen erhielt das Schloss das Aussehen einer Trutzburg, welches auch nach einem Umbau 1660 beibehalten wurde. Ein Torhaus zur Erschwerung des Zugangs kam 1690 hinzu. 1709 erhielt der Turm ein neues Dach und ein weiteres Fenster ersetzte die Turmuhr. Der Schlossgarten wurde 1736 als Barockgarten durch den Herrn von Gersdorff angelegt. 1744 erwarb der sächsische Minister Heinrich Graf von Brühl den Besitz. Ein dritter Umbau 1783 verlieh dem Turm einen neuen Helm und eine Laterne. 1790 wurde Victor Carl von Vieth Eigentümer, gefolgt von Graf Rochus Ernst zu Lynar ab 1833. Die barocke Parkanlage wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem Landschaftspark umgestaltet.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
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Lage: 51.3996, 13.7142