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Schloss Lembeck

Im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland liegt Schloss Lembeck, ein Wasserschloss, eingebettet in die Wälder „Der Hagen“ und „Kippheide“. Die Anlage befindet sich südlich des Dorstener Stadtteils Lembeck und ist ein Beispiel barocker Architektur, umgeben von einem Teich, der durch den gestauten Lembecker Wiesenbach entsteht.
Geschichte+
Die barocke Schlossanlage ist symmetrisch entlang einer 500 Meter langen Ost-West-Achse ausgerichtet. Von Osten führt eine 200 Meter lange Allee auf die ehemals dreiflügelige Vorburg zu. Der zweiflügelige Bau der Vorburg, dessen Umbau 1692 abgeschlossen wurde, präsentiert eine schlichte, eingeschossige Fassade, unterbrochen von einem zweigeschossigen Torbau aus Sandstein. Dieser Torbau, erreichbar über zwei Brücken, trägt über der Tordurchfahrt die Wappen von Dietrich Conrad Adolf von Westerholt zu Lembeck und Marie Theodora von Waldbott-Bassenheim-Gudenau. Die Ecktürme des südlichen Flügels weisen Schlüsselscharten im Keller und eine Schießscharte im Südost-Turm auf. Das dreigeschossige Herrenhaus, ursprünglich als Dreiflügelanlage konzipiert, wurde aus finanziellen Gründen nur zweiflügelig realisiert. Der Ostflügel mit seinen zwei Pavillontürmen war 1679 fertiggestellt. Der ältere Nordflügel wurde zwischen 1674 und 1679 umgebaut. Das Portal des Herrenhauses, aufwendiger gestaltet als das der Vorburg, zeigt das Allianzwappen von Burchardt von Westerholt zu Lembeck und Clara von der Recke. Die dahinterliegende Durchfahrtshalle orientiert sich an italienischen Renaissance-Vorbildern. Eine breite Freitreppe führt vom Innenhof zu einer Terrasse aus dem 19. Jahrhundert, von der aus das heutige Eingangsportal zugänglich ist. Sämtliche Ecktürme des Herrenhauses sind mit welschen Hauben und birnenförmigen Schießscharten versehen. Der neugotische Kapellenturm an der Nordwestecke des Herrenhauses ist der am häufigsten veränderte Teil des Schlosses; sein Keller diente einst als Gefängnis und heute als Weinkeller. Die Kapelle selbst wurde erstmals 1363 erwähnt und ist seit 1737 im Turm verbürgt. Die Innenräume des Herrenhauses im Hochparterre folgen dem französischen Kabinettsystem in Enfilade, wobei die Durchgänge nicht exakt in einer Reihe liegen. Die meisten Räume sind mit dunklem, kassettiertem Eichenlambris getäfelt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.zeche.org/
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Lage: 51.7432, 6.9992