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Schloss Lehnhaus

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Schloss Lehnhaus (polnisch Pałac Lenno) in Wleń im Powiat Lwówecki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen steht auf einem Bergsattel unterhalb der Burg Lehnhaus.
Geschichte+
Das Schloss geht vermutlich auf ein Festes Haus des 16. Jahrhunderts zurück. 1652 war Heinrich von Reichenbach im Besitz des Lähnhauses. Das Haus wurde 1653 vom französischen Obristen Adam Koulhas erworben, weshalb es auch Kohlhaus genannt wurde. Er baute 1662 etwas weiter bergab das herrschaftliche Schloss. Noch im gleichen Jahr ließ er auch die neue Schlosskirche (Hedwigskirche) errichten. Nach dem Tode von Koulhas blieb seine Witwe Anna Ursula, geb. von Debschütz und Neukemnitz im Besitz des Lähnhauses, bis es ihr Sohn Leopold Rudolph 1685 übernahm. Nach dessen Tod wurde Andreas Wilhelm von Grunfeld und Guttenstädten im Jahr 1728 neuer Eigentümer und ließ den Bau um 1750 barock umformen. Sein Sohn Friedrich Wilhelm von Grunfeld und Guttenstädten (1726–1783), Landrat des Kreises Löwenberg-Bunzlau war Erbe des Burglehens. Dieses Lehen ging wiederum an seinen Sohn Friedrich Gotthard Ehrenreich von Grunfeld und Guttenstädten (1755–1804) über. Er war seit dem 1. Februar 1785 mit Charlotte Auguste von Richthofen aus dem Hause Leschwitz, verheiratet. Nach seinem Tod ließ sie durch Gottfried Schadow unweit der Burg eine Stele aus graublauem Marmor mit Allegorien der Religion, des Todesengels und des zerbrochenen Wappenschilds der Familie errichten. Auch kümmerte sie sich um den Erhalt und Verbesserung des Anwesens. 1808 vermählte sie sich in zweiter Ehe mit dem Landesältesten Georg Friedrich von Tempsky auf Ottendorf. Als dessen einziger Sohn Friedrich Wilhelm Leopold am 26. Mai 1813 bei Hainau gefallen war, ließ sie auch für ihn ein Denkmal in dem Häuschen zwischen Schlossgarten und der alten Burg errichten. Nach 1827 war das Schloss in Besitz der von Haugwitz. Im Jahr 1933 zerstörte ein schwerer Brand das Schlossinnere. Nach 1945 wurde das Schloss als Sanatorium der Polnischen Staatsbahnen genutzt. Heute ist das Schloss restauriert und hat ein Café und Gästezimmer.
Bauwerk+
Der Bau ist neunachsig mit zwei Seitenrisaliten und einem schmalen Mittelrisalit. Ein gewölbter Giebel trägt das Ehewappen der von Grunfeld und von Unruch. Im Inneren sind das barocke Treppenhaus und um 1800 geschaffene Wandmalereien erhalten.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Foto: Jörg Heldt (Community)
Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.
Lage: 51.0161, 15.6629