Privat
Schloss Lauterbach

Mit der allmählichen Konsolidierung der riedeselischen Herrschaft über die Stadt Lauterbach begann nach Zerstörungen aus dem Dreißigjährigen Krieg der (sparsam-) repräsentative Ausbau der Burg durch Baumeister August Rumpf aus Hanau. Die massiv errichteten Teile eines gotischen, im 16. Jahrhundert erweiterten Burghauses wurden aufgestockt, nach zwei Seiten unterschiedlich verlängert und rückwärtig durch einem rechteckigen Treppenturm erweitert. Die Verwendung der älteren Bauteile führte zur fehlenden - und vielleicht gar nicht beabsichtigten - Symmetrie der Fassade des nun dreigeschossigen, breitgelagerten sogenannten Burgschlosses. Ein Gleichmaß wurde nur im Bereich des Daches durchgesetzt. Dieses ist links und rechts jeweils durch ein schmales viertes Geschoss in teilweise verschieferter Fachwerkkonstruktion mit hohem Walmdach und etwa mittig durch ein zweigeschossiges Zwerchhaus ausgebaut. Die Fassaden des aus Bruchsteinen errichteten Burgschlosses das zeitweilig verputzt war, werden durch teilweise gekuppelte Rechteckfenster geöffnet. Die Gebäudeecken sind sorgfältig gequadert. Mauerfugen und -vorsprünge lassen die Breitenausdehnung des Ursprungsbaues erahnen. Als Bauzier dient zum Burghof hin ein schlichter, über alle drei Geschosse reichender rechteckiger Vorbau, der, etwas aus der Mitte nach rechts verschoben, vielleicht auf einen Erker des gotischen Hauses zurückgeht.
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Lage: 50.6379, 9.3957