Schloss/BurgOsterburg-Krumke

Schloss Krumke

Schloss Krumke

Privatbesitz

Krumke ist ein Ortsteil der Hansestadt Osterburg (Altmark) in der Altmark in Sachsen-Anhalt.

Bemerkenswert sind das Schloss, der dazugehörige Gutshof, die Orangerie von 1751 sowie das Kavaliershaus (mit Gastronomie), die Patronatskirche und die Remise. Der zugehörige Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens ist frei zugänglich. Er beherbergt zahlreiche dendrologische Kostbarkeiten und wurde in die Liste der 40 schönsten Parks Sachsen-Anhalts aufgenommen („Gartenträume“). In Krumke befindet sich eine Reitsportanlage mit zwei Reithallen und Außenplätzen. Die Anlage ist Standort einer der erfolgreichsten Voltigiermannschaften Deutschlands, der „Krumker Voltis“, und einer EU-Besamungsstation des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts Neustadt/Dosse.

Westlich des Schlosses fließt ein kleiner Bach, das aufgrund eines Knickes „Krumme Beke“ genannt wird. Von ihr leitet sich der alte Name „Krum-beke“ ab, aus dem später Krumke wurde. Der künstliche Schlossgraben wurde früher mit dem Wasser der „Krummen Beke“ gespeist. Heute fließt der Bach in den Schlossteich und in die nahegelegene Biese.

Ursprünglich stand auf der Insel eine Burg, deren Reste aber nicht mehr erhalten sind. Die Burg Krumke als markgräfliche Burg und die Burgen Osterburg, Rossau und Gladigau bildeten eine Befestigungslinie gegen die auf der anderen Seite der Biese lebenden Wenden.

Schon im Jahre 1170 muss die Burg Krumke bestanden haben, wenn sie auch erst 1321 erwähnt wird.

Besitzer bis 1945 waren:

  • bis 1280 Vinzelberg
  • 1280–1320 Herzogin von Breslau
  • 1320–1327 von Kröcher
  • 1327–1607 von Redern
  • 1607–1611 von Winterfeld
  • 1611–1649 von Bülow
  • 1649–1762 von Kannenberg (darunter Christoph von Kannenberg)
  • 1762–1911 von Kahlden
  • 1911–1932 von Gwinner
  • 1932–1945 Klingler

1762 starb die Linie derer von Kannenberg aus, und Krumke kam in die Hand der Herren von Kahlden. 1854 wurde auf der Insel ein neues Schloss errichtet und die im 18. Jahrhundert geschaffene Gartenanlage verändert.

1911 erwarb Arthur von Gwinner, damals Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Gut und Schloss Krumke mit dem Park. Er ließ es vollständig renovieren und zum Teil neu gestalten. Gwinner ließ das alte Herrenhaus um 1913 abreißen und errichtete an derselben Stelle das Kavaliershaus. Aus erbrechtlicher Übertragung erwarben seine Töchter Charlotte und Margarethe Eigentum das Anwesen, und letztere übertrug dann das Vermögen auf ihren Ehemann, Prof. Karl Klingler, einen bedeutenden Violinisten des 20. Jahrhunderts und Erster Geiger des gleichnamigen Quartetts.

Du möchtest mehr über dieses Objekt erfahren?

Die vollständige Beschreibung gibt es mit Premium — dazu Offline-Pakete, Audio-Guide und hochauflösende Bilder.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Schon Premium und trotzdem gesperrt?

Die Anmeldung gilt je Adresse. Auf mobilegeschichte.de musst du dich einmal separat anmelden — dein Premium gilt dann auch hier.

Anmelden

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.7973, 11.7149