Seniorenresidenz
Schloss Kirchheimbolanden

Das Schloss Kirchheimbolanden, eine Anlage in Rheinland-Pfalz, ist ein Beispiel adeliger Residenzen. Ursprünglich als Burg erwähnt, entwickelte es sich zu einem Fürstensitz und dient heute als Seniorenresidenz.
Geschichte+
Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins Jahr 1390 zurück, als sie erstmals als Burg urkundlich erwähnt wurde. Zwischen 1602 und 1618 ließen die Grafen von Nassau-Weilburg, deren Hauptresidenz Weilburg an der Lahn war, ein erstes Schloss außerhalb der Stadtmauern errichten. Unter Fürst Carl-August von Nassau-Weilburg erfolgte von 1738 bis 1740 ein Neubau. Als Architekt wurde Guillaume d'Hauberat beauftragt, der auch an den Schlössern Mannheim und Schwetzingen wirkte. Ein terrassierter Schlossgarten war geplant, dessen Bewässerung über Kanäle aus nahegelegenen Kupfergruben gespeist werden sollte – Teile dieser Kanäle sind bis heute erhalten. Im Jahr 1793 floh Fürst Friedrich-Wilhelm von Nassau-Weilburg aufgrund der französischen Besetzung von Mainz aus Kirchheimbolanden, womit die fürstliche Residenzfunktion und die Herrschaft der Nassauer endeten. 1807 wurde das Schloss französisches Nationaleigentum und in Mainz versteigert. Der Textilfabrikant Daniel Andreas erwarb es, ließ den Mittelbau und den linken Flügel abtragen und bezog den verbliebenen rechten Flügel. Nach dem Ende der französischen Herrschaft fiel die Region 1816 an Bayern.
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Lage: 49.6669, 8.0109