Jugendherberge
Schloss Ketschendorf

Im Coburger Stadtteil Ketschendorf liegt ein neugotisches Bauwerk, Schloss Ketschendorf, am Fuße des Buchbergs. Ursprünglich im frühen 19. Jahrhundert von einer Baronin von Stolzenau in einem Park errichtet, beherbergte es neun verschiedene Eigentümer.
Geschichte+
Die Ursprünge des Ortes Ketschendorf reichen rund 900 Jahre zurück, als es ein ungeschütztes Dorf außerhalb Coburgs war. Es litt unter Hussiten-Einfällen (1430) und den Schrecken des Bauernkrieges (1525), sowie zweimal unter der Pest (1567, 1626). Im Jahr 1632 bezog Wallenstein während der Belagerung der Veste Coburg hier Quartier, und nur zwei Jahre später wurde der Ort von kaiserlichen Truppen zerstört. Erst 1804, mit dem Bau eines Sommerschlösschens im Empire-Stil durch Herzogin Auguste, der Gemahlin Franz Friedrich Antons von Sachsen-Coburg-Saalfeld, begann eine wirtschaftliche Erholung. Nach ihrem Tod im Jahr 1831 wurde es zum Witwensitz von Marie von Württemberg, der zweiten Gemahlin Ernsts I. Herzog Ernst II. verkaufte das Anwesen 1868 an die französische Opernsängerin Victorine Noël, bekannt als Rosine Stoltz, die 1865 geadelt wurde. Sie ließ das ursprüngliche Schlösschen 1868 abreißen und durch den heutigen neugotischen Bau von Georg Konrad Rothbart ersetzen, der 1869 fertiggestellt wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.2431, 10.9744